Welcome to Hooters!
Die nächste Station auf unserer Route war Hooters, seines Zeichens amerikanisches Burgerrestaurant und Sportsbar, vor allem bekannt durch die "sportlich" bekleideten Hootergirls. Begleitet haben uns dieses Mal Uli (@ulinder) und Manu.
Dies war unser erster Besuch im Hooters und unsere Erwartungen waren nicht allzu hoch. Von Außen sieht das Restaurant immer recht leer aus und macht nicht wirklich einen einladenden Eindruck. Beim Betreten des Restaurants wurden wir von den Hootergirls mit einem überschwänglichen "Welcome to Hooters!" begrüßt, was von uns mit dem obligatorischen "Moooin" erwidert wurde. Ist in Deutschland schon etwas merkwürdig, so begrüßt zu werden. Das recht große Restaurant war dann aber doch besser gefüllt als erwartet. Nachdem wir Platz genommen hatten, ließen wir erst einmal die Einrichtung und das Flair auf uns wirken. So richtig begeistern konnte uns beides nicht. Die Einrichtung ist billig und versucht lediglich, den Stil amerikanischer Burgerrestaurants zu imitieren. Mit ein bisschen mehr Liebe zum Detail könnte man da Einiges verbessern. Was die Stimmung angeht: es ist halt eine Sportsbar. Dementsprechend hängt an jeder Wand mindestens 1 Fernseher und brüllt das aktuelle Sportprogramm von Sky durch das Restaurant. Wir empfanden es ein wenig störend, dass wir uns deshalb ziemlich laut unterhalten mussten.
Leider war die unserem Tisch zugeteilte Bedienung nicht die schnellste und insgesamt auch recht unaufmerksam. Gerade in einem Restaurant nach amerikanischem Vorbild erwarte ich einen viel besseren Service. Nun gut, kommen wir mal zum Essen. Um es mit mit einem Satz zu sagen: Gut war's nicht, aber viel. Wir hatten 3 Burger und einmal Quesadilla bestellt. Die Burger waren ziemlich lieblos und grob angerichtet. Die riesigen Zutaten sahen nicht wirklich lecker aus und schmeckten auch dementsprechend. Das Burgerfleisch kam aus der Kühltruhe und schmeckte nur durchschnittlich gut. Und die riesige Tomatenscheibe und die eher lasche BBQ-Sauce machten das nicht unbedingt wieder wett. Da schmecken die Burger im Jaroon's American Diner im Filmpalast oder im American Diner in Durlach für ähnliche Preise wesentlich besser. Bier, Wein, Kaffee und Ben & Jerry Eis rundeten unsere Menüs ab.
Zur Unterhaltung der Gäste gab's irgendwann noch den "berühmten" Hootergirls-Tanz, oder wie auch immer man das nennt, wenn 5 knapp bekleidete Mädels zu "Cotton Eye Joe" ihre ... äähm ... Dinger durch das Restaurant hüpfen lassen. Naja, war ein ganz netter Versuch, die Stimmung ein wenig zu heben. Aber irgendwie war es nicht authentisch.
Alles in allem war der Besuch bei Hooters ein wenig enttäuschend. Ich finde Konzeptgastronomie eigentlich gut und stehe gerade auf American Diner Restaurants. Und die Idee, die Gäste mit sportlichen - oder sagen wir ruhig mal - heißen Mädels zu bedienen, finde ich auch gut und kann mir vorstellen, dass das auch wirklich gut funktionieren kann ohne eine milieuhaften Beigeschmack zu bekommen. Aber da müssen die Bedienungen schon ein wenig mehr bieten (vor allem Charme!) als knappe Kleidung.
In diesem Sinne: "Welcome to Hooters!!"
